Pulled Pork

04/07/2014 at 20:00

Anlässlich des WM-Viertelfinal-Spiels Deutschland vs. Frankreich sollte es mal wieder Pulled Pork geben. Bisher habe ich dieses immer aus Schweinenacken gemacht. Dieses Mal wollte ich mit dem klassischen amerikanischen Boston Butt Cut probieren. Hierbei handelt es sich um ein Stück aus der Schweineschulter, in meinem Fall mit Schwarte und Knochen. Das Vorgehen beruht auf einem Beitrag, den ich bei OldMountainBBQ gelesen habe.

Das Fleisch habe ich ca. 12 Stunden bevor es auf den Grill kam mit Senf eingerieben und mit Magic Dust eingerubt und anschließend im Kühlschrank gelagert. Ca. 2 Stunden vor dem Start wurde es dann aus der Kühlung geholt und mit einer Marinade aus Apfelsaft, braunem Zucker, Salz, Sojasauce und Worcestershiresauce gespritzt.

Der Kugelgrill wurde mit einem Minionring vorbereitet auf dessen erster Hälfte Hickory-Woodchips verteilt wurden. Um ca. 22:30 Uhr am Donnerstag Abend wurde der Minionring mit ca. 6 durchgeglühten Kohlen gestartet und der Grill bekam etwas Zeit sich auf eine Temperatur von ca. 110°C einzuregulieren. Um ca. 23:30 Uhr kam das Fleisch dann auf den Grill. Hier blieb es bis eine Kerntemperatur von ca. 85°C erreicht war, was etwas mehr als 10 Stunden gedauert hat. In diesen 10 Stunden gab es eine kurze hektische Phase, da mir der Minionring ausgegangen ist und ich ihn wieder entzünden musste. Ansonsten wäre die Kerntemperatur früher erreicht worden. Nachdem die 85°C KT erreicht waren, wurde das Fleisch 3 Mal mit einer Mopsauce bestehend aus dem Rest der Injektionsmarinade, Ketchup, Honig und Magic Dust Rub eingepinselt. Gegen 13 Uhr war dann die angestrebte Kerntemperatur von 93°C erreicht. Das Fleisch wurde in einige Lagen Alufolie gepackt und bis zum Essen in einer Kühlbox mit einigen Wasserflaschen mit heißem Wasser warmgestellt.

Gegen 17:30 Uhr wurde dann das Fleisch wieder auspackt und “gepulled”, sprich mit Hilfe von 2 Gabeln gezupft. Der Knochen ließ sich dabei einfach aus dem Fleisch herausziehen und an ihm blieben keinerlei Fleischrest kleben.

Serviert wurde das Pulled Pork dann in selbstgebackenen Burger Buns, Krautsalat und etwas BBQ Sauce.

Fazit: Geschmacklich war es das beste Pulled Pork, das ich bisher gegessen habe. Mir persönlich war es ein bisschen zu trocken. Ich hätte mir das Fleisch etwas saftiger gewünscht. Die Gäste waren aber alle restlos von dem Ergebnis begeistert.

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