CdW – Mojito

02/05/2014 at 22:00

Mein absoluter Lieblingscocktail ist der Mojito. Was gibts besseres als im Sommer schön in der Sonne auf der Terrasse zu sitzen und einen Mojito zu schlürfen? Okay, man könnte einen Mojito auf Kuba trinken, so wie es schon Hemmingway am liebsten getan hat.

Hier ein bißchen Geschichte zum Mojito (Quelle: Wikipedia)

Der Mojito ist ein ursprünglich kubanischer Drink, über die Entstehung seines Namens kursieren jedoch verschiedene Erklärungen. Einer zufolge soll die Bezeichnung vom westafrikanischen Wort mojo abgeleitet sein, einem Stoffbeutel mit magischen Gewürzen und Zaubergegenständen – als diminutive (verniedlichende) Form dieses Lehnwortes würde mojito folglich „kleiner Zauber“ bedeuten. Es gibt auch eine gleichnamige Gewürzmischung, von der der Name rühren könnte, allerdings wird diese mojo eigentlich mit Pomeranzen, nicht mit Limetten zubereitet. Das Wort könnte auch vom Spanischen mojar (nass machen) abgeleitet sein und eine Verkürzung der Adjektivs mojadito (etwas nass) oder mojado (nass) darstellen.

Der Mojito geht auf eine lange Tradition von Rum-Getränken in der Karibik zurück. So soll bereits im 16. Jahrhundert der britische Freibeuter Francis Drake ein Getränk aus Zucker, echten Limetten (einer sauren, aromatischen karibischen Sorte), Aguardiente de Caña (ein einfacher Zuckerrohrschnaps) und Minze gegen seine Magenbeschwerden konsumiert haben. Von den Spaniern wurde Drake gefürchtet und erhielt den Spitznamen „El Draque“ (span. der Drache), und so nannte man auch das Getränk, das später mit Rum gemischt wurde, als sich dessen Herstellung in der Karibik verbreitete. Der kubanische Autor Rámon de Palma schrieb 1838 in seiner Geschichte El Cólera en Habana: „Jeden Tag um elf Uhr nehme ich einen Draquecito ein, und das tut mir sehr gut.“

Als Mojito wurde diese Mischung erst Anfang des 20. Jahrhunderts bezeichnet: Dem Autor Ciro Bianchi Ross und dem kubanischen Historiker Miguel Bonera zufolge sei der Mojito erstmals 1910 in gedruckter Form erschienen und wurde im La Concha in Havanna ausgeschenkt. Zu dieser Zeit waren eisgekühlte Drinks äußerst beliebt, und Eis wurde schon lange kommerziell produziert. Zur Legende wurde der Mojito schließlich durch Ernest Hemingway, der ihn bei Angel Martinez in seiner Stammbar La Bodeguita del Medio in Havanna bestellte. Einer seiner Aussprüche hängt dort heute über der Theke: „My Mojito in La Bodeguita, my Daiquiri in El Floridita“ („Meinen Mojito in der Bodeguita, meinen Daiquiri in der Floridita“).

Wenn ich das so lese, komme ich ein wenig zu der Überzeugung, dass ein Mojito sowas wie Medizin ist! 😉 Ich bereite meinen Mojito wie folgt zu. 4 achtel Limetten, 1 Stängel Minze, 4 TL brauner Zucker, crushed Ice, Havana Club und Mineralwasser mit viel Kohlensäure.

Die Limetten werden zusammen mit dem braunen Zucker mit einem Stößel ausgequetscht. Anschließend kommt die Minze hinzu und wird leicht angedrückt. Die Minzeblätter sollten ganz bleiben. Nun wird das gesamte Glas mit crushed Ice aufgefüllt. Nun wird nach Gefühl Rum hinzugegeben. Das muss man ein wenig austesten, wie man es am liebsten mag. Mehr Rum, bedeutet weniger Platz im Glas für Wasser, somit schmeckt er stärker nach Rum. Etwas mehr Wasser macht ihn leichter und spritziger. So mag ich ihn!

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CdW – Planter’s Punch

16/02/2014 at 23:00

Der Cocktail der Woche! Dieses mal, der „Planter’s Punch“!

Planter’s Punch (deutsch etwa „Pflanzer-Punsch“, von engl. planter = Pflanzer, Plantagenbesitzer und punch = Punsch) ist eine Bezeichnung für einen karibischen Cocktail aus Rum (typischerweise einem gereiften Jamaika-Rum), Zitrussaft, Zucker, Wasser und – je nach Rezeptur – weiteren Zutaten. Wegen seiner Größe gehört er zu den Longdrinks. Es gibt unzählige Rezepte und Varianten, die sich zum Teil deutlich unterscheiden, so dass der Autor und Cocktail-Historiker Wayne Curtis den Planter’s Punch eher als Gattungsbezeichnung denn als einzelnen Cocktail sieht. Anders als die Bezeichnung Punsch vermuten lässt, die im Deutschen überwiegend für Heißgetränke steht, wird ein Planter’s Punch mit Eis zubereitet und wie die meisten Cocktails kalt serviert. (Quelle: Wikipedia)

Wir haben den Planter’s Punch nach folgendem Rezept zubereitet: 4,5 cl brauner Rum, 3,5 cl Orangensaft, 3,5 cl Ananassaft, 2 cl Limettensaft, 1 cl Grenadine und 1 cl Zuckersirup werden mit Eis im Cocktail-Shaker geschüttelt und auf frisches Eis in ein großes Glas geseiht. Auf Deko haben wir verzichtet.

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CdW: Long Island Iced Tea

26/01/2014 at 22:00

Da man ja zum guten Essen bekanntlich auch gerne etwas gutes trinkt, gibt es an dieser Stelle regelmäßig den Cocktail der Woche. Dieses mal ist es der Long Island Iced Tea. Dazu gibt es natürlich auch eine kleine Geschichte (Quelle: Wikipedia):

Es gibt zahlreiche Legenden zum Ursprung des Cocktails. So soll er zur Zeit der Alkoholprohibition in den USA (1919–1932) entstanden sein, da Aussehen und Name über seinen recht beträchtlichen Alkoholgehalt hinwegtäuschten. Anderen Versionen zufolge soll er von einer reichen, gelangweilten Hausfrau auf Long Island im US-Bundesstaat New York erfunden worden sein. Diese habe beim heimlichen Griff in die Hausbar von jeder Flasche nur eine geringe Menge entnommen, da ihr Mann davon nichts bemerken sollte. Zur Tarnung habe sie den Drink mit Cola aufgefüllt. Auch von Studenten, die sich mit jeweils kleinen Mengen aus den Flaschen ihrer Eltern bedienten, wird erzählt.

Tatsächlich tauchte der Long Island Iced Tea erst Ende der 1970er Jahre auf. Seine Erfindung wird oft Robert C. Butt („Rosebud“) zugeschrieben, Barkeeper im OBI (Oak Beach Inn) in Hampton Bays, Suffolk County (New York).[1] Dale DeGroff berichtet allerdings von jungen Barkeepern des Leonard’s in Great Neck, Long Island (New York), die die Mischung angeblich schon früher – zwischen 1976 und 1979 – erfanden, da sie festgestellt hätten, dass vor allem jüngere Gäste von Hochzeitsgesellschaften die von den älteren Kollegen vorbereiteten Whiskey Sours nicht mochten. Die Drinks hätten sie unter dem Namen Leonard’s Iced Tea in großen Krügen serviert.[1]

Als gesichert gilt, dass der Drink in den USA entstanden ist, wo Eistee üblicherweise iced tea (wörtlich etwa „geeister Tee“) und nicht ice tea geschrieben wird. In Deutschland ist aber in Cocktailbüchern und auf Barkarten häufig Ice Tea zu lesen.

 

Den Long Island Iced Tea bereitet man wie folgt zu:

In den Shaker kommen 2 cl Wodka, 2 cl Gin, 2 cl Rum, 2 cl Tequila, 2 cl Triple Sec und 3 cl Limettensaft. Das ganze wird mit ein paar Wüfeln Eis geshakt und dann in ein Glas mit Crushed Ice abgeseihert. Zum Schluss das Ganze mit Cola auffüllen und fertig.

Lecker!

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