Rollbraten von der Schweinelende

01/01/2015 at 16:02

Der Silvesterabend wird bei uns traditionell immer mit ein paar guten Freunden bei einem gemütlichen Essen gefeiert. Es versteht sich von selbst, dass zumindest ein Teil des Essens auf dem Grill zubereitet wird. Dieses Mal habe ich mich u.a. an meinem ersten Rollbraten versucht.

Ausgangsmaterial war ein Stück Schweinelende mit einem Gewicht von etwa 1,6 kg. Dieses wurde zweimal eingeschnitten und auseinander geklappt. Auf die entstandene Fläche wurde eine Füllung verteilt, die aus den folgenden Zutaten bestand: zerbröselter Schafskäse, Semmelbrösel, frische Petersilie und Thymian, gehackter Knoblauch, geröstete Paprika, grobes Meersalz und Pfeffer. Anschließend wurde das Fleisch zusammengerollt und mit Küchengarn fest verschnürt. Vor dem Grillen habe ich den Braten mit etwas Rapsöl bestrichen.

Der Grill war für direkt und indirekte Hitze vorbereitet. Zunächst wurde der Braten über direkter Hitze angegrillt. Anschließend wurde er in indirekter Hitze gar gezogen. Angestrebt wurde eine Kerntemperatur von 65°C. Vor dem Anschneiden konnte er sich noch etwas ausruhen.

Das Ergebnis hat allen Gästen sehr gut geschmeckt. Es wird sicher nicht mein letzter Rollbraten gewesen sein, da die Zubereitung recht einfach ist und der Kreativität hinsichtlich der Füllung nahezu keine Grenzen gesetzt sind.

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Lammlachs

28/12/2014 at 16:46

Letztens gab es wieder Lammlachs im Angebot. Mir war sofort klar, dass sich dieser zeitnah auf meinen Grillrost verirren sollte.

Das Fleisch wurde am Abend vorher in einer einfachen Marinade aus Olivenöl, Knoblauch, frischem Rosmarin, Thymian, Chiliflocken (“Red Rocket” aus eigener Ernte), Salz, Pfeffer und Zitronensaft eingelegt. Insgesamt wurde das Fleisch wohl ca. 12 Stunden mariniert.

Das Fleisch wurde dann etwa eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank geholt, damit langsam wieder Zimmertemperatur annimmt. Kurz vor dem Grillen wurde es aus der Marinade geholt und diese wurde zum großen Teil entfernt.

Jede Seite des Lammlaches wurde dann für ca. 2 Minuten scharf angegrillt und dann zum gar ziehen in den indirekten Bereich gezogen. Zieltemperatur war 60°C, damit es im Kern idealerweise noch etwas rosig ist. Diese Kerntemperatur war sehr schnell erreicht und das Fleisch wurde vom Rost geholt und zum Ruhen in Alufolie gewickelt.

Das Ergebnis war wiedermal fantastisch: zartes, saftiges Fleisch mit einem sehr leichten Lammgeschmack. Nach dieser einfachen und schnellen Zubereitung kommt es mir immer wieder gerne auf den Teller.

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Blumenkohlbombe

22/11/2014 at 17:43

Letztens bin ich im Internet auf ein Video von BBQ aus Rheinhessen gestoßen , in dem eine Blumenkohlbombe präsentiert wurde. Mir war sofort klar, dass ich das unbedingt bei nächster Gelegenheit auch ausprobieren muss.

Heute war es dann soweit. Ein Blumenkohl wurde vorgegart. Dann wurde Hackfleisch mit einer einfachen BBQ Rub gewürzt, die ich noch im Schrank stehen hatte. In das Hackfleisch kam außerdem noch etwas Paniermehl und ein Ei. Anschließend wurde der komplette Blumenkohl mit dem Hackfleisch ummantelt. Kurz bevor der Mantel geschlossen wurde, wurde etwas Sauce Hollandaise über den Blumenkohl gegossen. Zum Schluss wurde die Hackfleischkugel mit Bacon eingewickelt.

Der Grill wurde für indirekte Hitze vorbereit und etwa eine Stunde bei 180°C gegart.

Serviert haben wir die Blumenkohlbombe mit etwas Brot.

Von dem Ergebnis waren alle restlos begeistert. Wir werden das sicher nicht das letzte Mal gemacht haben.

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Pulled Pork

04/07/2014 at 20:00

Anlässlich des WM-Viertelfinal-Spiels Deutschland vs. Frankreich sollte es mal wieder Pulled Pork geben. Bisher habe ich dieses immer aus Schweinenacken gemacht. Dieses Mal wollte ich mit dem klassischen amerikanischen Boston Butt Cut probieren. Hierbei handelt es sich um ein Stück aus der Schweineschulter, in meinem Fall mit Schwarte und Knochen. Das Vorgehen beruht auf einem Beitrag, den ich bei OldMountainBBQ gelesen habe.

Das Fleisch habe ich ca. 12 Stunden bevor es auf den Grill kam mit Senf eingerieben und mit Magic Dust eingerubt und anschließend im Kühlschrank gelagert. Ca. 2 Stunden vor dem Start wurde es dann aus der Kühlung geholt und mit einer Marinade aus Apfelsaft, braunem Zucker, Salz, Sojasauce und Worcestershiresauce gespritzt.

Der Kugelgrill wurde mit einem Minionring vorbereitet auf dessen erster Hälfte Hickory-Woodchips verteilt wurden. Um ca. 22:30 Uhr am Donnerstag Abend wurde der Minionring mit ca. 6 durchgeglühten Kohlen gestartet und der Grill bekam etwas Zeit sich auf eine Temperatur von ca. 110°C einzuregulieren. Um ca. 23:30 Uhr kam das Fleisch dann auf den Grill. Hier blieb es bis eine Kerntemperatur von ca. 85°C erreicht war, was etwas mehr als 10 Stunden gedauert hat. In diesen 10 Stunden gab es eine kurze hektische Phase, da mir der Minionring ausgegangen ist und ich ihn wieder entzünden musste. Ansonsten wäre die Kerntemperatur früher erreicht worden. Nachdem die 85°C KT erreicht waren, wurde das Fleisch 3 Mal mit einer Mopsauce bestehend aus dem Rest der Injektionsmarinade, Ketchup, Honig und Magic Dust Rub eingepinselt. Gegen 13 Uhr war dann die angestrebte Kerntemperatur von 93°C erreicht. Das Fleisch wurde in einige Lagen Alufolie gepackt und bis zum Essen in einer Kühlbox mit einigen Wasserflaschen mit heißem Wasser warmgestellt.

Gegen 17:30 Uhr wurde dann das Fleisch wieder auspackt und “gepulled”, sprich mit Hilfe von 2 Gabeln gezupft. Der Knochen ließ sich dabei einfach aus dem Fleisch herausziehen und an ihm blieben keinerlei Fleischrest kleben.

Serviert wurde das Pulled Pork dann in selbstgebackenen Burger Buns, Krautsalat und etwas BBQ Sauce.

Fazit: Geschmacklich war es das beste Pulled Pork, das ich bisher gegessen habe. Mir persönlich war es ein bisschen zu trocken. Ich hätte mir das Fleisch etwas saftiger gewünscht. Die Gäste waren aber alle restlos von dem Ergebnis begeistert.

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Cheese Steak Sandwich

25/05/2014 at 22:01

Schon seit einer ganzen Zeit hatte ich mal vorgehabt das Cheese Steak Sandwich auszuprobieren. Da wir noch 3 schöne Rumpsteaks im Gefrierschrank hatten, bot es sich an zum Abschluss des Wochenendes dieses Projekt in Angriff zu nehmen.

Das Original kommt aus den USA, genauer aus Philadelphia, und läuft dort unter Phillly Cheese Steak Sandwich. Es ist im Wesentlichen ein Baguette, dass mit einer Mischung aus in Streifen geschnittenem Steak, vorzugsweise Rib Eye, und angebratenem Gemüse, insbesondere Zwiebeln, belegt bzw. gefüllt wird. Das ganze wird dann entweder mit Käse oder Käsesauce belegt. Grundsätzlich kann man sich unendliche Variationen der Zubereitung vorstellen.

Ich habe mich dazu entschieden, das Steak zunächst in möglichst feine Streifen zu schneiden. Das geht einfacher, wenn das Fleisch noch etwas gefroren ist. Ausserdem habe ich Zwiebeln und Paprika in Streifen geschnitten. Aus einer Mehlschwitze und Gouda habe ich dann eine Käsesauce gekocht, die noch mit Salz, Pfeffer, Paprika und Cayenne-Pfeffer gewürzt wurde. Damit waren die Vorbereitungen im Wesentlichen abgeschlossen.

Der Grill wurde nun angeheizt. Auf den Rost kam dann meine Pfanne. Als diese heiß war, kam ein bisschen Öl hinein und das Gemüse wurde nun zunächst portionsweise angeschwitzt und mit Salz und Pfeffer gewürzt.. Zum Warmhalten kam es dann in eine Edelstahlschale auf der indirekten Seite des Grills. Als nächstes wurde dann das Fleisch angebraten und mit ebenfalls mit Salz und Pfeffer gewürzt. Zum Ende hin wurde es mit dem Gemüse gemischt. Währenddessen wurde die Baguettes aufgeschnitten, dünn mit Butter bestrichen und kurz angetoastet.

Nun wurde das Baguette mit einer ordentlichen Ladung der Steak-Gemüse-Mischung beladen und dann mit Käsesauce bedeckt. Zuklappen, Reinbeissen, Lecker!

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